Bodenburg heute
Der Flecken Bodenburg kann auf eine lange und wechselvolle Geschichte zurückblicken und wurde 1142 erstmals urkundlich erwähnt. Martin Zeller, der Textautor von Merian schreibt dass: Graf Bodo von Steinberg „in einer ziemlich lustigen Gegend etwa um das Jahr Christi 1000“ hier seine Burg gebaut hat.
In dieser „ziemlich lustigen Gegend“ wohnen inzwischen 1.759 Einwohner (Stand Juli 2025) Menschen und es macht Freude zu erleben, dass besonders junge Familien hier ihren Lebensmittelpunkt suchen. Für die Kinder steht ein Kindergarten mit 65 Plätzen (40 Halbtags- und 25 Ganztagsplätze) zur Verfügung. Die 2026 fertiggestellte Grundschule ist eine offene Ganztagsschule mit Mensa und Nachmittagsangeboten.
Der Ort befindet sich in einer abwechslungsreichen Landschaft die umgeben von Feldern und Buchwäldern ist. Eine Vielzahl von Wander- und Radwegen lädt zu kurzen, aber auch längeren Ausflügen ein, die im Norden den Hildesheimer Wald, im Westen den Sackwald mit seinem Rennstieg und im Süden mit dem Rosenberg, dem Sauberg und dem Totenberg attraktive Ziele bieten. Auch in den Harz oder in das Tal der Leine ist es nicht weit. Mit seinem >Ökologischen Wasserlehrpfad< mit seinen 17 Stationen hat Bodenburg ein außergewöhnliches Alleinstellungsmerkmal.
Nähert man sich Bodenburg, so fällt dem Reisenden eine spitze Turmhaube auf, die aus einer „grünen Insel“ herausragt und für die Kirchturmspitze gehalten wird. Das Grün sind die Bäume im Schlosspark und der Turmhelm befindet sich auf dem ehemaligen Burgfried, dem ältesten Bauwerk der ehemaligen Wasserburg. 1473 wurde diese im Zuge heftiger Fehden zwischen dem Hildesheimer Stiftsadel und den braunschweigischen Herzögen zerstört. Der heute vorhandene Westflügel wurde im 16. Jahrhundert in Gestalt, eines dreigeschossigen Herrenhauses, umgebaut. An der Westseite davon befindet sich der Rest des Burggrabens als Überbleibsel der ehemaligen Wasserburganlage. Der Renaissance-Treppenturm mit schräg gezogenen Fenstern und einer später aufgesetzten Welschen Haube ist besonders hervorhebenswert.
Durch Bodenburg führt der >Radweg zur Kunst< der von Sarstedt nach Hildesheim und über Lamspringe bis nach Bad Gandersheim führt. Dass von Bodenburg mit der Bahn nach Hildesheim gefahren werden kann, bietet nicht nur den Schülerinnen und Schülern, die dort die weiterführenden Schulen besuchen, sondern auch Menschen ohne Auto eine gute Verkehrsanbindung.
Auch die Nähe zur Autobahnauffahrt Nr. 65 (Bockenem) wirkt sich günstig auf die Lage Bodenburgs aus, was besonders auch einem weiteren Alleinstellungsmerkmal Bodenburgs zugutekommt, denn auf dem Schlosshof befindet sich die >Stiftung Kunstgebäude Schlosshof Bodenburg< in deren Gebäude (es erhielt 2000 den Niedersächsichen Denkmalpreis) mit einem außergewöhnlichen Dach seit 1998 Kunstausstellungen mit intern. Beteiligung gezeigt werden. Auch finden hier Konzerte und andere kulturelle Veranstaltungen mit überregionaler Bedeutung statt.
Auf der Seite der >Deutschen Stiftung Denkmalschutz< ist zu lesen: „Gegenüber des Kunstgebäudes ist das moderne Ateliergebäude des Bildhauers und Kunstvereinsgründers Hans-Oiseau Kalkmann entstanden, sodass sich das Areal des Schlosses Bodenburg zu einem kulturgeschichtlich anspruchsvollen Ensemble aus verschiedensten Epochen entwickelt hat.“
Die hausärztliche Versorgung in Bodenburg ist durch eine Gemeinschaftspraxis für Innere Medizin gesichert, die zentral am Marktplatz befindliche Apotheke versorgt die Menschen mit Medikamenten, und in der Seniorenresidenz am Schlosspark kann man betreut wohnen.
Auch eine Kleintierpraxis ist im Ort vorhanden.
in der Fleckengemeinde gibt es viele unterschiedliche Freizeitangebote. Das attraktivste von ihnen ist das >Freie Bad Bodenburg<, das von einem Verein betrieben wird und seit 2026 nach einer beispielhaften Renovierungsaktion eröffnet werden konnte. Viele ehramtlich tätige Helferinnen und Helfer verhinderten durch ihr Engagement die von Rat und Verwaltung der Stadt beschlossene Schließung dieses nun mit neuester Technik betriebenen Freibades.
Im Umfeld des Bades, das direkt am Radweg zur Kunst liegt, gibt es den Sportplatz des VfB Bodenburg und die Tennisplätze des MTV Bodenburg, sowie das Schützenhaus der SSG, die Turmhalle direkt neben der Schule und den Kindergarten.
Besonders hervorzuheben ist die Arbeit des ältesten Musikzuges Deutschlands, der sein Heim am Kirchplatz vor der St. Johannikirche hat und bei den vielen Festen und Veranstaltungen in Bodenburg immer wieder mit hervorragenden Beiträgen die Besucher erfreut, was auch vom Spielmannszug Bodenburg gesagt werden kann, der sein Vereinsheim neben der alten Schule an der Sehlemer Straße hat.
Dieser kurze Blick in das vielfältige Leben Bodenburgs zeigt, dass man hier mit seiner Familie die Qualität finden kann, die in jedem Alter Erfüllung ein erfülltes und gesundes Leben in einer lebendigen Gemeinschaft ermöglicht.
(Text, Fotos und Recherche: Archiv Hans-Oiseau Kalkmann)